Geschichte: Gemeinde Mühlhausen

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bei der Gemeinde Mühlhausen im Täle
Geschichte

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Feuerwehr Mühlhausen

Das Jahr 1848 ist auf die schmucke Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Mühlhausen gestickt. In diesem Jahr fand das Feuerwehrlöschwesen in alten Gemeinderatsprotokollen zum ersten Mal seine Erwähnung. Von der Gemeinde wurde damals eine Spritze angeschafft. Sie war allerdings noch sehr klein und bestand aus zwei Pumpen, durch die abwechselnd das Wasser, das in einen hölzernen Kasten geschöpft werden musste, in das Rohr gepresst wurde, von dem dann bei jedem Pumpenstoß ein schwacher Strahl bis auf fünf oder sechs Meter weit hervorspritze.

Das war allerdings ein Fortschritt gegenüber der bis dahin praktizierten Löschweise, bei der sich eine Menschenkette von der Fils oder einem Brunnen bis zum Brandplatz bilden musste und Wasser in einem Ledereimer von Hand zu Hand ging, um dann am Brandherd in das Feuer geschüttet zu werden. Erst später, im Jahre 1861, kam eine größere Feuerspritze, hergestellt von der Cannstatter Firma Heinrich Kurtz, hinzu, die ein Saugrohr hatte und von acht Männern betätigt wurde und das gepumpte Wasser erst in einen Heronsball gepresst wurde, eine Kugel, in welcher die Luft durch das hereingepreßte Wasser zusammengepreßt wurde. Von da an gelangte es in die Schläuche und schoss in einem noch schwachen aber konstanten Strahl in die Flammen.

Diese Spritze besitzt die Feuerwehr noch heute. Sie wurde liebevoll restauriert und ist voll funktionsfähig. Bis zum Jahr 1960 rückte die Feuerwehr mit dieser Spritze und mit einem Hydrantenwagen, auf dem sich ein Standrohr und diverses Schlauchmaterial befanden, zu den Einsätzen aus. 1960 wurde auch die Feuerwehr Mühlhausen dem Stand der Technik angepasst. Die Gemeinde beschaffte eine Tragkraftspritze TS 8. Diese TS 8 befand sich in einem Anhänger, welcher bei Bedarf an einen Traktor oder Unimog angehängt wurde. Darin waren neben der Spritze sämtliche benötigten Ausrüstungsgegenstände wie Schlauchmaterial, Strahlrohr, Saugschläuche usw. untergebracht.

Von 1861 bis 1960, also 99 Jahre, dauerte es bis der Feuerwehr ein neues Löschgerät an die Hand gegeben wurde. Diese lange Zeitdauer lässt sich sicher dadurch erklären, dass auf Grund der guten Druckverhältnisse im Leitungsnetz der Gemeinde bei einem Brandfall immer genügend Löschwasser zur Verfügung stand.

Herausragende Daten in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Mühlhausen stellen die Abhaltung des Kreisfeuerwehrtages 1966 vom 22. bis 24 Juli 1966, sowie der Kreisfeuerwehrtag 1980 vom 13. bis 15. Juli 1980 dar.

Am 23.3.1974 erhielt die Feuerwehr ihr erstes Löschfahrzeug. Dieses Feuerwehrauto, ein LF 8, Baujahr 1959, Marke Faun, wurde von der WMF in Geislingen gebraucht abgekauft. Damit ging ein langjähriger Wunsch der Mühlhausener Wehr in Erfüllung. Endlich war man mobil. In einer Hauptübung wurde das Fahrzeug und dessen Einsatzmöglichkeiten einer interessierten Einwohnerschaft vorgeführt. Doch die Freude an diesem Auto hielt nicht allzu lange an. Bereits 1978 stellte sich heraus, dass es auf Grund seines Alters den verkehrssicherheitstechnischen Anforderungen immer weniger entsprach. 1979 wurde es vom TÜV aus dem Verkehr gezogen.

Dadurch wurde eine Neuanschaffung dringend notwendig. Die Gemeinde Mühlhausen bestellte bei der Firma Magirus ein LF 16 TS. Dieses Fahrzeug stellte damals eine Neuentwicklung dar, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Serie gefertigt wurde. Zur Überbrückung erhielt die Feuerwehr solange ein Leihfahrzeug von der Firma Magirus.

Das neue Löschfahrzeug konnte die Feuerwehr am 22.11.1980 offiziell in Empfang nehmen. Mit einer Besichtigung und einer Hauptübung wurde der Bevölkerung von Mühlhausen das LF 16 TS und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt. Durch diese Anschaffung ist die Mühlhausener Wehr in der Lage, nunmehr auch Einsätze unter schwerem Atemschutz, heute eine dringende Notwendigkeit, vorzunehmen. Zur Ausrüstung gehört ebenso ein Notstromaggregat und entsprechende Scheinwerfer, welche bei Bedarf eine Ausleuchtung des Einsatzortes erlauben.

Ein Geschenk in eigener Sache machte sich die Feuerwehr 1983 mit dem Kauf einer eigenen Fahne. Am 8. und 9. Oktober beging sie das Fest der Fahnenweihe. Die Fahne wurde im Rahmen eines Gottesdienstes von Herrn Pfarrer Plappert unter Mitwirkung der beiden Patenwehren aus Gruibingen und Wiesensteig geweiht.

2006 wurde von der Gemeinde einen Antrag für ein neues Feuerwehrmagazin gestellt da das alte MAG einfach nicht mehr den Bestimmungen der heutigen Zeit mehr stanhielt und so konnte die Feuerwehr Mühlhausen 2008 in die neuen Räumlichkeiten in der Gosbacher Str. einziehen. Angegliedert an das Feuerwehrmagazin wurde auch ein Bürgersaal angebaut der der Feuerwehr für Schulungen und Sitzungen auch zu Verfügung steht.

Das LF 16 TS hat bis in den Oktober 2018 noch seinen Dienst in der Mühlhausener Feuerwehr gemacht . Die vergangenen 38 Jahre sind nicht ganz spurlos an ihm vorbeigegangen, und so wurde im Juli 2018 das neue Löschgruppenfahrzeug LF 20 Kat S beschafft und in Dienst gestellt.

Die Feuerwehr wurde seit 1945 von folgenden Kommandanten geleitet:

Nille Berthold
Veit Paul sen.
Jakob Eugen
Hanold Josef
Seibold Paul
Schefthaler Erich
Rieker Alois
Wahl Werner
Axmann Ulrich
Farion Steven