Archäologie: Gemeinde Mühlhausen

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Archäologie

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Zeugen aus der ur- und frühgeschichtliche Zeit in Mühlhausen im Täle

Mühlhausen im Täle liegt auf einer der ausgedehnten Kalktuffterrassen am Südrand des oberen Filstals. Archäologische Funde aus dem Ortsbereich und aus dem „Sänder“ machen deutlich, dass in dieser siedlungsgünstige Lage bereits seit der späten Bronzezeit immer wieder Dörfer errichtet wurden. Bruchstücke von Tongefäßen belegen Siedlungen der jüngerbronzezeitlichen Urnenfelderkultur (1000 – 800 v. Chr.) sowie der älteren (um 700 v. Chr.) und jüngeren (um 100 v. Chr.) Keltenzeit. Einzelne Scherben römischer Gefäße weisen auf die Existenz eines Gutshofs wohl im 2./3. Jh. n. Chr. hin. Nach dem Abzug der Römer ließen sich bereits im 4. nachchristlichen Jahrhundert alamannische Einwanderer an der Fils nieder. Die Siedlung „Mulenhuson“ wird 816 in der Gründungsurkunde des Klosters Wiesensteig erstmals genannt. Die „-hausen“-Endung spricht dafür, dass die Siedlung aber schon im 7. Jahrhundert bestand. Diesen Zeitansatz bestätigen die Beigaben aus Gräbern des 6. und 7. Jahrhunderts  aus dem zugehörigen Ortsgräberfeld in der Parkstraße. Ein weiterer alamannischer Friedhof gleicher Zeitstellung lag in der ehemaligen Flur „Warmen“ südwestlich des Hohlbachs. Er gehörte vermutlich zu der später aufgegebenen Siedlung „Tiufental“.

Autor: Dr. Reinhard Rademacher, Kreisarchäologie Göppingen